TIPPS

Wasser und Wasserdampf umgeben uns seit immer und sie sind Hauptfaktoren, die die Lebensprozesse der Menschen, Tiere und Pflanzen mitbestimmen. Es ist unmöglich zu leben, ohne einen ständigen Wasserzugang zu haben. Das Leben zu Hause bildet hier eine Ausnahme – die Gewährleistung ständiger Wasserversorgung bedingt die Aufrechterhaltung der Lebensprozesse und zwar als Lebensmittel und als Grundlage für die Gewährleistung der Körperpflege. Man kann sagen, dass Wasser überall in verschiedener Form präsent ist. Wir sind überall mit Teilchen des Wasserdampfes umgeben, die in der Luft vorkommen.

Die Wasserdampfquellen sind zu Hause unter anderem die herkömmlichen Lebensaktivitäten des Menschen. Kochen, Waschen, Aufräumen, Trocknen, alles das löst Unmengen von Wasserdampf frei. Der Mensch generiert selbst durch seine Aktivitäten bis zu einigen Liter des Wasserdampfes am Tag. Niedrige Luftfeuchtigkeit ist für die Einwohner gerade kein Vorteil und wird durch die auf dem Markt erhältlichen Befeuchtungssysteme ausgeglichen. Verfügbar sind die einfachsten Systeme – die Wasserdampfbehälter, aber auch sehr technisch fortgeschrittene Einrichtungen, die elektronisch gesteuert werden.


Baufeuchte

Im Baugewerbe fungiert der Begriff der sogenannten Baufeuchte bei nassen Verarbeitung der Baustoffe. Meistens handelt es sich hier um Fußboden, Putz, Spachtelmasse, Farben und sonstige Zubereitungen, die mit Beimischung von Wasser in trockene Mineralstoffe und Veredlungsbestandteile entstehen. Bei Mörtelzubereitung wir so viel Wasser eingesetzt, das man einen mittelgroßen Wasserbecken ausfüllen konnte. Deshalb ist von sehr großer Bedeutung die Lüftung der Räumlichkeiten nach den Ausbauarbeiten. Die Lüftung sollte in waren Monaten stattfinden - Frühling, Sommer, Frühherbst, wenn die niedrigen Temperaturen, die die Gefahr des Taupunktes mit sich bringen, eher zur Seltenheit gehören.

Das Abschießen eines Rohbaus mit einem Dach sowie der Einbau der Tür und Fenster machen erforderlich, dass man effektive Lüftung in den ausgebauten Räumen gewährleistet. Das Verschieben des Prozesses in den Spätherbst oder in den Winter führt folgerichtig zur Entstehung großer Feuchtigkeit – bei großen Mengen des Wasserdampfes in der Luft und der niedrigen Temperatur liegt der Taupunkt im Innern seht niedrig, was zu der Kondensierung des Wasserdampfes führen wird.

Oft und üblicherweise wird das Dach vor dem Winter abgeschlossen, und anschließend wird die Wärmedämmung und der Ausbau ausgeführt. Auf dem unbeheizten Dachboden kommt dann rasch zu „überraschenden” Erscheinungen, die mit der Wasserdampfkondensierung verbunden sind. Auf dem Dachboden liegt unter diesen Verhältnissen der Taupunkt sehr niedrig, oft ist das im Bereich der Wärmedämmung oder sogar darunter. Im Ergebnis bildet sich auf der Unterspannbahn, Wärmedämmungswolle oder auch auf den ausgebauten und fertiggestellten Flächen Kondenswasser. Diese Erscheinung intensiviert sich, wenn auf dem Dachgeschoss Montagearbeiten geführt werden – die Facharbeiter produzierten große Mengen von Schweiß und damit Wasserdampf und durch niedrige Temperatur wird die Wasserdampfdiffusion in den Außenbereich verhindert. In Berührung mit kalten Konstruktionselementen kondensiert das Wasser. Man sollte vermeiden, das Dach vor dem Winter abzuschließen und anschließend Ausbauarbeiten zu machen. Günstiger ist diese Arbeiten in trockenen Monaten auszuführen, wenn man optimale Lüftung garantieren kann. Dadurch vermeiden wir die Probleme, die Baufeuchte verursacht.


Wasserdampfdiffusion

Je nach der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit herrscht an beiden Seiten des Bauwerkes ein bestimmtes Dampfteildruckgefälle des Wasserdampfes. Wegen dem Teildruckgefälle „dringt” der Wasserdampf durch die Wand- oder Trennelemente – von der wärmeren Seite (höherer Druck) in die kältere Seite (niedrigerer Druck) - vor. Diese bauphysikalische Erscheinung ist unter dem Begriff Wasserdampfdiffusion bekannt.

Im Dach- und Dachgeschossbereich hat die Wasserdampfdiffusion eine erhebliche Bedeutung. Wegen den im Dach- und Dachbodenbereich eingebauten Konstruktionselementen, die auf Holzbasis hergestellt werden, aber auch wegen der Hygroskopizität der verfügbaren Wärmedämmungsstoffen (Steinwolle, Glaswolle), kann die Feuchte im Dachbereich dauerhaft gebunden sein und fortschreitende Schäden verursachen. Die Feuchtigkeit in den Dämmungsstoffen verringert nicht nur deren Dämmungseigenschaften und die Temperatur des Dachbodens, aber auch den Dachbereich beeinträchtigen (zum Beispiel Pilzbildung). Der Wasserdampf allein stellt keine Gefahr für die Dachkonstruktion dar, es sei denn, der Taupunkt kommt in Frage.


Taupunkt

Luft enthält Wasserdampf. Die Abkühlung der Luft bis zur entsprechenden Temperatur führt zu der Sättigung mit dem Wasserdampf. Unter diese Temperatur erfolgt die Übersättigung und Wasserdampf scheidet als Tau ab. Bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit kann auf der wärmeren Seite Wasserdampf im Innen einer Scheidewand / Verschlag sich als Tau (Feuchte) absetzen. Wenn die Feuchte durch Diffusion abgeführt werden sein kann, liegt kein Problem vor. Die Situation ist schlimmer, wenn die Feuchte ich ansammelt und kumulierte, weil dies erste Bauschäden mit sich ziehen kann.

Um die Kondensierung auf der inneren Fläche der Dachsperre zu verhindern, muss die Temperatur höher als die Taupunkttemperatur sein. Ordnungsgemäß abgedämmter, geschützter und ausgebauter Dachboden sollte vor dem Taupunkt schützen und es sollten damit keine Probleme sein.


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