TIPPS

Intensive Veränderungen in der Industrie, die in den zurückliegenden 60 Jahren stattfanden, brachten einen technologischen Umbruch, hier auch im Baugewerbe. Die Entwicklung in der Polymerindustrie bringt neue Spielräume und schafft neue bisher unbekannte Produkte, die aus dem Markt die klassischen Äquivalente verdrängen. Die bisherigen Probleme werden neu gelöst. Moderne Baustoffe, und insbesondere Stoffe mit hervorragenden bauphysikalischen Eigenschaften eröffneten den Weg für den Wandel in der Bautechnologie. Die Lebensstandard ändern sich dadurch, aber auch die Kosten. Diese Entwicklung ging auch an der Baubranche nicht spurlos vorbei. Steigende Immobilienpreise verursachten die Flächennot und den Bedarf, bis jetzt unbenutzte Flächen durch Baumaßnahmen anzupassen und in Wohnflächen umzuwidmen. Der Anstieg der Energiepreise verursachte eine Welle, die Energiekosten abzubauen. Damit werden die Betriebskosten der Gebäuden gesenkt. Im Baugewerbe gewannen Wärmedämmungsstoffe, Wasserschutzstoffe, Lüftungsstoffe, aber auch im Ausbau eingesetzte Bauprodukte an Bedeutung und finden sukzessiv im Dachgeschossbereich und in der Dachhaut Anwendung. Heute finden wir auf dem Markt einige Membrantypen, die auf den Dächern und auf dem Dachgeschoss (nicht immer als Vordeckung) verbaut werden.


Hauptparameter

Die Eigenschaften der Unterspannbahnen und der Parameter, die die Qualität der Baustoffe beschreiben, sind:

  • Wasserdichtheit
  • Reißfestigkeit
  • Wasserdampfdurchlässigkeit
  • UV-Beständigkeit
  • Temperaturbeständigkeit

Wasserdichtheit

Die Lebenserwartung der Dachkonstruktion und der Dachhaut hängt grundsätzlich von der Wasserdichtheit ab. Wenn diese Parameter nicht gewährleistet wird, verhindern die sonstigen Parameter der Unterspannbahn, selbst wenn diese über durchschnittlich werden, den Prozess der vorzeitigen Dachalterung. Das zieht mit sich aufwendige Dachsanierung. Die Kosten für die Gewährleistung der dauerhaften Wasserdichtheit, sind nicht so hoch. Es reicht nur aus, entsprechende Baustoffe auszusuchen und diese richtig einzubauen.

Die Wasserdichtheit der Unterspannbahn bedeutet die Widerstandsfähigkeit gegen die Wassersäule. Diese Widerstandsfähigkeit wird durch eine besondere Schutzschicht bedingt. Je nach dem Typ der Membrane handelt es sich um einen Funktionsfilm. Eine qualitativ gute Schicht ist eine erfolgreiche, dauerhafte, aber auch relativ kostspielige Lösung. Es bestehen auch Schichten, die im Rahmen der Imprägnierungsprozesse der wasserdampfdurchlässigen Vliese entstehen, aber diesen wenig wirksam und haltbar. In Anbetracht der Tatsache, dass die Ergebnisse der Forschung der Alterungsprozesse der Unterspannbahnen die Widerstandparameter immer kleiner werden (jeder Typ einer Dachmembrane). Es ist wichtig, dass die ursprünglichen Parameter einer Unterspannbahn (Startparameter, Fabrikparameter) entsprechend hoch bleiben, um die Alterungsprozesse kompensieren zu können. Die Wasserdichtigkeit der Unterspannbahn ist ein Schlüsselfaktor, der die Wirksamkeit und Funktionstüchtigkeit bestimmt. Es ist wichtig, dass die Unterspannbahn trotz der Alterungsprozesse ständig einen hohen Widerstand gegen das Durchdringen von Wasser (Wassersäule) behält. Deshalb ist die Wasserdichtigkeit von Dachmembranen von mehreren Metern der Wassersäule keine Übertreibung, obwohl in Normalverhältnissen dies nicht notwendig wird. Der am Anfang sehr hohe Widerstand gegen die Wassersäule, selbst wenn dies nicht seriös klingt (es ist kaum vorstellbar, dass einige Meter Wassersäule auf unserem Dach lagern) gilt als Sicherheitsbereich im Zusammenhang mit der Alterung des Prozesses. Selbst wenn der Widerstand 2-3 Meter der Wassersäule beträgt, sollte man wissen, dass bei intensiver und lange dauernden Alterung, die in mehreren zehn Jahren berechnet wird, eine Herabsetzung von 50% der Parameter der Unterspannbahn bedeutet und den Widerstand auf dem Niveau von 1-1,5 Meter der Wassersäule bedeuten wird, was immer noch eine unvorstellbare Größe bei der spezifischen Nutzungsbedingungen der Dächer ist und den Wasserschutz erfolgreich gewährleisten kann.


Reißfestigkeit

Die Unterspannbahn wird bequem verarbeitet, wenn sie reißfest ist. Die Spezifik der Dachdekarbeiten ha tan sich, dass die Risse und andere mechanische Beschädigungen der Unterspannbahn keine Ausnahme sind. Wichtig ist dabei, wenn diese Beschädigungen entstehen, soolten sie entsprechend repariert werden. Leider bedeutet das Mehrkosten für Reparaturbänder und Zubehör und dazu kommt noch die Arbeitskosten und Zeitaufwand, was praktisch dazu verleutet, dass die Reparatur vernachlässigt wird. Im Extremfall wird keine Reparatur vorgenommen. Die beschädigte Vordeckung gewährleistet keine Sicherheit im dach- und Dachgeschossbereich, was zur Feuchtigkeit führt. Um dem vorzeitigen Verlust der Parameter in Folge der Alterung vorzubeugen, sollte die Unterspannbahn sich durch besonders hohe Reißfestigkeit kennzeichnen.

Nicht reißfeste, schwache Unterdeckbahnen mit niedrigeren Parametern der Reißfestigkeit bedeuten kein Komfort für die Arbeit des Dachdeckers und machen erforderlich, dass die Reparaturarbeiten und deren Beaufsichtigung in Kauf zu nehmen sind. Reißfeste Unterspannbahn garantiert uns Sicherheit und eigene Lebendigkeit. Selbst langjährige Herabsetzung der mechanischen Parameter beeinträchtig nicht die Funktionstüchtigkeit der Unterspannbahn, indem zufriedenstellende Parameter der Reißfestigkeit beibehalten werden.


Wasserdampfdurchlässigkeit

Die Wasserdampfdurchlässigkeit ist ein Hauptparameter der Dachbahnen unter den anderen Produkten, die bei Vordeckung Anwendung finden. Niedriger Diffusionswiderstand in Verbindung mit der Wasserdichtigkeit eröffnet völlig neue Möglichkeiten in der Dachbautechnologie und Ausbau des Dachgeschosses. Diffusionsoffene Dächer beugt der Feuchtebildung in dem Dachtrennbereich vor, was den Dachbereich vor Verlust der wichtigen Parameter schützt, was sogar mit ersten Dachschäden enden könnte. Darüber ist die Hinterlüftung zwischen der Vordeckung und der Wärmedämmung nicht mehr erforderlich, wodurch es yu keiner Abkühlung kommt. Dadurch werden die Energiekosten für die Beheizung des Dachgeschosses gesenkt.

Die Wasserdampfdurchlässigkeit wird meistens in Grammen des Wasserdampfes angegeben, der durch die Stofffläche (z.B.: m2) in einem bestimmten Zeitraum (normalerweise 24h) durchdringt. Diese Charakteristik der Wasserdampfdurchlässigkeit kann jedoch tatsächliche Parameter zu vergleichenden Stoffe entstellen. Dies wird durch die Tatsache bedingt, dass der Wert der Wasserdampfdurchlässigkeit durch die Formel g/m2/24h ausgedrückt wird. Das ist ein relativer Wert, der von den Forschungsverhältnissen abhängt, die bei den Messungen angenommen wurden. Die Bildung eines großen Unterschiedes im Druck zwischen einzelnen Seiten des erforschten Stoffes, kann zur Folge haben, dass große Wasserdampfmengen in einer bestimmten Zeiteinheit durchfließen werden. Wenn wir die Wasserdampfmenge in einer Kammer erhöhen, erhöhen wir auch das Messergebnis. Es kommt oft so, dass Dachmembranen mit niedriger Qualität doppelt so hohe Werte der Wasserdampfdurchlässigkeit haben kann, wie anderen Unterspannbahnen.

Um die Diffusionsfähigkeit der Membrane obiektiv einschätzen zu können, sollte der die Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl (Sd-Wert) verglichen, die in Metern ausgedrückt wird. Er drückt eine diffusionsäquivalente Luftschichtdicke aus. Der Wert zeigt uns die Luftschichtdicke, die in der Diffusion vergleichbar ist. Je niedriger der Wert ist, umso höher die Dampfdurchlässigkeit ist, und umgekehrt. Die für die dampfdurchlässige Unterspannbahnen typischen Werte sind 0,015 bis 0,03 m. Es kommen auch höhere Sd –Werte bis zu 0,05 m und mehr vor. Das hängt oft von der verwendeten Wasserschutzschicht. Wenn eine Imprägnierung zur Anwendung kommt, wird der Diffusionswiderstand der Membrane verhältnismäßig niedrig. Man soll jedoch denken, dass die so hohe Wasserdampfdurchlässigkeit auf Kosten der Wasserdichtigkeit und der Alterungsbeständigkeit kommt. Andererseits hat ein Funktionsfilm einen geringen Einfluss auf die Erhöhung des Diffusionswiderstandes. Je nach dem eingesetzten Film weichen die Sd-Werte um wenige Millimeter ab, aber bei einem billigen, qualitativ schlechteren Funktionsfilm, kommen hier sogar mehrere Zentimeter in Frage, was einen erheblichen Einfluss auf die Eigenschaften der Dachmembrane und die Wasserdampfdurchlässigkeit hat. Qualitativ schlechtere Funktionsfilme haben auch beschränkte Lebenserwartung, was wiederum sich auf die Dauer der Funktionstüchtigkeit der Membrane überträgt. Wichtige Tatsache ist, dass die bei den Dachmembranen eingesetzten wasserdampfdurchlässige Vliese selbst einen sehr niedrigen Diffusionswiderstand haben, der unter ca. 0,01 m beträgt. Im Endeffekt sind diese Stoffe extrem wasserdampfdurchlässig. Der Einsatz einer wasserdichten Schicht, je nach Art und Typ, erhöht den Diffusionswiderstand, und was damit verbunden ist, verringert geringfügig den Wert der Wasserdampfdurchlässigkeit. Der geringe Verlust wird jedoch zum großen Teil durch die Wasserdichtigkeit der Membrane ausgeglichen. Es ist wichtig, dass bei einem untypisch niedrigem Diffusionswiderstand der Dachmembrane der Typ der Wasserschutzschicht zu prüfen ist. Man sollte prüfen, ob das ein Funktionsfilm ist oder nur eine Imprägnierung. In einigen Fällen kann sich herausstellen, dass es nur ein Vliesstoff ist, der als Dachmembrane ungeeignet ist, weil der Widerstand gegen die Wassersäule zu niedrig ist oder gar keiner.


UV-Beständigkeit

Die Beständigkeit gegen die UV-Strahlung entscheidet über die Lebensdauer einer Dachmembrane. Keine UV-Beständigkeit kann verursachen, dass je nach der Zeit der Aussetzung auf die Strahlung die technischen Eigenschaften der Unterspannbahn beeinträchtigt werden. Aus diesem Grund muss eine Unterspannbahn auf UV-Beständigkeit stabilisiert werden.

Mit CE markierte Unterspannbahnen werden auf die Alterungsprozesse untersucht, die unter anderem darin bestehen, dass langzeitig auf die Membrane UV-Strahlen einwirken. Diese Untersuchung simuliert einen langjährigen Prozess der Alterung. Das Technische Datenblatt der Membrane gibt und Auskunft über die Beeinträchtigung der Widerstandsparameter nach abgeschlossener Untersuchung. Die Ergebnisse ermöglichen einen Vergleich einzelnen Dachmembranen auf die Parameter und Beständigkeit. Es ist wichtig, dass die ungünstige UV-Strahlung auf jeden Fall einzuschränken ist, indem die Expositionszeit der Membrane, während der die Unterspannbahn dem Tageslicht ausgesetzt wird, durch die möglichst schnelle Montage der Dachhaut zu verkürzen ist. Darüber hinaus ist dafür zu sorgen, dass nach dem Abschluss der Dacharbeiten den Dachboden zu dämmen und die Ausbauarbeiten im Innenraum abzuschließen. Wenn man das unterlässt, wirkt die UV-Strahlung über die Dachfenster auf die exponierte Dachmembrane. Zwar ist die Strahlung dann gering, oder nur rudimentär, jedoch mehrere Jahre der Exposition eine spürbare Veränderung in der Stoffstruktur verursachen kann. Niedrigere Einwirkung der UV-Strahlung bedeutet längere Lebensdauer der Dachmembrane.


Temperaturbeständigkeit

Die Beständigkeit der Unterdeck-Spannbahn auf die extremen Temperaturen in schweren Verhältnissen ist ein weiterer Faktor, der vorzeitige Alterung bewirken kann, insbesondere wenn die Temperaturspannweite zu groß wird. On Praxis wurde auf Bitumenbahnen auf den Flachdächern die Temperatur bis zu 80°C festgestellt. Die Bitumenschichten werden unter der Temperaturwirkung plastischer und deformieren sich dauerhaft. Wegen der Temparatur über 80°C kommt es zu Beschädigung. Die Beobachtung der Flachdächer zeigte, dass die Bitumenschicht infolge der Überschreitung der Grenztemperatur nicht gebrochen wurde. Es wird vermutet, dass die Temperatur auf den Dächern nicht über 80°C hinausgeht. Kurzzeitiger Kontakt einer hochqualitativen Dachmembrane mit einer Temperatur von über 100°C (zum Beispiel 120°C) ist zulässig und verursacht keine bauphysikalische Beschädigung. Es ist zu erwähnen, dass die Temperatur der Plastizität von PP 160°C beträgt, und die Schmelztemperatur beträgt ca. 240°C. Es besteht doch die Frage der Dauerhaftigkeit der Verbundwerkstoffe, die eng mit der Technologie der Kaschierung / Laminierung verbunden ist.


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