TIPPS

Einlagige Unterdeckbahnen

Die einfachste Form einer diffusionsoffenen Membrane im Baugewerbe ist ein einlagiger wasserdampfdurchlässiger Vlies. Der Vlies ist extrem wasserdampfdurchlässig mit niedriger Wasserbeständigkeit mit Eigenschaften einer Windbremse. Wegen den Eigenschaften kann der Stoff im Baugewerbe lediglich nur als Windsperre eingesetzt werden. Die Voraussetzung ist jedoch, dass Vliess UV-beständig wird. Der Einsatz dieser Bahn als Vordeckung im Dach ist ein gravierender Fehler – der Vlies schützt kaum vor Wasser. Selbst geringe Wassermenge kann sehr schnell durchdringen und alles befeuchten, was unter der Bahn sich befindet. Erst die entsprechende Imprägnierung von Vlies gewährleistet, dass wir einen erhöhten Widerstand gegen den Wasserdurchgang bekommen. Der Vlies wird wasserdampfdurchlässig. Der Nachteil wird, dass bei qualitativ schlechter Imprägnierung – beim Knicken der Vliesschicht Risse in der imprägnierten Fläche entstehen werden, was die Zerstörung der Wasserschutzschiht zur Folge hat – der Vlies erfüllt an dieser Bruchstelle dann nicht mehr ihre Hauptfunktion im Dachbereich – Wasserdichtheit. Die Imprägnatsschicht ist verhältnismäßig dünn, was ein Nachteil bei Alterungsprozessen ist.


2-lagige Unterspannbahnen

Die wasserdampfdurchlässigen Vliesstoffe werden wasserfest (Widerstand gegen den Druck einer angenommenen Wassersäule), wenn man sie mit einer wasserdichten Schicht versieht, die auch als Funktionsfilm genannt wird. Das ist eine besondere Schicht, die hochdiffusionsoffen ist, aber gleichzeitig sich durch hohe Wasserdichtigkeit kennzeichnet. Diese Dachmembranen waren in bestimmter Zeit sehr populär bei Vordeckung der Dächer, weil sie sehr günstig waren. Da die Funktionsfilme oft beschädigt wurden, hat man sich entschlossen, eine zusätzliche Vlies-Lage einzubauen. Die 2-lagige Stoffe werden praktisch nicht mehr hergestellt (es gibt nur wenige Ausnahmen) und zum Standard wurden 3-lagige Dachmembranen.


3-lagige Dachmembranen

Die populärste Lösung sind heute Dachmembranen aus diffusionsoffenen Vliesstoffen. Die 3-lagige Struktur besteht aus der Vliesschicht. Einem Funktionsfilm und einer Schutzschicht für den Film. Der sensible Film wird durch eine weitere Lage aus Vlies geschützt und garantiert die Beständigkeit gegen Beschädigungen, die durch Reibungen der Unterschicht der Dachmembrane an rohen und ungleichmäßigen Flächen der Sparren oder Holzschalungen entstehen. Die Herstellung der dreilagigen Dachmembrane erfolgt durch Verbindung von einzelnen Vlies-Lagen mit einem Funktionsfilm. In der Fachterminologie nennt man das Verfahren Kaschieren oder Laminieren.

Die häufigsten Formen der Lamination sind Thermobonding, Ultrasonic und Verbindung, wo als aktives Bindemittel der Klebstoff in thermischer Verarbeitung eingesetzt wird. Die Anwendung der vorstehenden Methoden setzt Wissen, Kenntnisse, große Erfahrung sowie entsprechende Maschinen und Anlagen voraus.

Die technologisch wenig fortgeschrittene Methode besteht in der Verbindung einzelner Schichten der Membrane mit einem Klebestoff. Man sollte jedoch wissen, dass für die Beständigkeit des Verbundwirkstoffes und für die Einhaltung hoher technischer Parameter entsprechende Wahl der Klebestoffe („qualitativ bessere”) von entscheidender Bedeutung ist, was oft den Einfluss auf die Kosten der Membrane selbst hat. Der niedrige Preis der Produkte kann sich aus der Tatsache ergeben, dass im Bindeverfahren qualitativ schlechtere Bindemittel eingesetzt wurden oder eine billige Technologie (zum Beispiel zwei Schichten) verwendet wurde. Die Technologien Themobonding und Ultrasonic sind sehr fortgeschrittene Entwicklungen, für die man Sonderausrüstung, oft sehr teure Anlagen und Maschinen braucht. Bestimmtes Know-How und Erfahrung machen die Herstellung der Dachmembranen höchster Qualität möglich. Man sollte jedoch wissen, dass die fehlende technologische Ausrüstung oder Mängel in Kenntnissen und im Wissen niedrige Qualität der Produkte haben werden – das ist der Fall, wenn die Produktionslinien gekauft werden, ohne dazu entsprechendes Betriebs- und Instandhaltungspersonal sowie Ausrüstung und eine Aufsicht eines erfahrenen Technologen zu haben. Aus diesem Grunde kommen auf dem Markt Dachmembranen von niedriger Qualität vor, bei denen dich die Lagen trennen, bevor sie noch auf dem Dach verlegt werden. Das betrifft nicht nur die Fälle falscher Handhabung des Verfahrens Ultrasonic, aber Thermobonding. Zum Glück kann man die Billigmaterialien schnell prüfen, wenn man versucht, sie auseinander zu trennen.


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