TIPPS

Dachmembranen

Hochdiffusionsoffene Dachmembranen (Unterdeck- und Unterspannbahnen) werden als Vordeckung der geneigten und hinterlüfteten Dächern eingesetzt. Die Produkte haben einen kleinen Diffusionswiderstand und leiten effizient den Wasserdampf in den Außenbereich ab. Als Vordeckung muss eine Membrane gute Wasserdichtigkeit, Reißfestigkeit und Lebensdauer haben.


Dampfbremsen

Die Dampfbremsen werden auch als aktive Dampfspeeren usw. genannt. Hergestellt aus dampfdurchlässigen Vliesstoffen sind modernes Mittel für den Schutz der Wärmedämmung vor dem Eindringen aus dem Dachgeschossbereich. Sie zeichnen sich durch zehnfach höhere Wasserdampfdurchlässigkeit im Vergleich zu den typischen PE-Dampfbremsen und durch zehnfach niedrigere Wasserdampfdurchlässigkeit als Dachfolien mit niedriger Wasserdampfdurchlässigkeit aus. Diese Eigenschaften sind sehr gut geeignet, um mit hochdiffusionsoffenen Unterdeck- und Spannbahnen (Dachmembranen) verbaut zu werden. Der niedrige Diffusionswiderstand kann die Diffusionsoffenheit der als Dampfbremse eingesetzten Bahn erhöhen.


“Folienbeuteleffekt”

Die erhöhte Diffusionsoffenheit der Dampfbremse verhindert die Bildung des “Folienbeuteleffektes” im Gebäude, das im Dachgeschossbereich in den 80er und 90er des vergangenen Jahrhunderts beobachtet wurde. Die Häuser wurden durch neue Technologien und Produkte der Bautischlerei dicht abgeschlossen, was sofort mit dem Anstieg der Feuchte im Innenraum verbunden war und die Schimmel- und Pilzbildung begünstigte. Die herkömmlichen Gravitationslüfter wurden in den neuen Verhältnissen nicht mehr effizient. Der Anstieg der Feuchtigkeit in den Innenräumen wurde durch die Verwendung der hochdiffusionsoffenen Stoffe bei Vordeckung der Dächer abgebaut, da die dichten Dachgeschosse dadurch „eröffnet“ wurden. Möglich wurde auch die Verwendung der sogenannten aktiven Dampfbremsen, die größere Mengen des Wasserdampfes durchließen. Das war nicht das einzige Element des Kampfes mit der Erscheinung des „Folienbeutels“. Das Interesse richtete sich auf die Effizienz der Lüftungssysteme. Die Fensterhersteller begannen Elemente einzubauen, die die Lüftungseigenschaften verbessern sollten. Es wurden Lüfter, Lüftungsschlitzen usw. eingebaut. Die Wohnräume und der Dachbodenbereich wurde „aktiv” diffusionsoffen. Dadurch schaffte man gesundes Klima.

Aktive Dampfbremsen sind schon heute sehr weit verbreitet und der Preisunterschied im Vergleich zu herkömmlichen Dampfbremsen wird durch die Vorteil ausgeglichen, die aus der Anwendung kommen.


Windbremsen

Die Windbremsen finden vornehmlich im Außenbereich als Fassadenbahn beim Skelettbau (Holz- und Stahlbauwerke) und beim Blockbau (Außenwände), mit Wolle wärmegedämmte Fassaden (Außenbereich), bei hinterlüfteten Fassaden (zum Beispiel Steinfassaden), Siding (Holz, PVC, Glasfaser usw.) Anwendung. Der Wasserdampf diffundiert aus der Wärmedämmung und den Hauswänden. Dadurch werden die Wände vor der Feuchte geschützt und das haus wird nicht abgekühlt und die hohe Temperatur behalten. Die Fassadenbahnen beugen erfolgreich vor, das sich in den Wänden, in der Wärmedämmung Feuchte absetzt. Dadurch bleiben die Wände trocken und das Gebäude behält die Wärmeparameter und wird vor der unkontrollierten Luftzirkulation aus dem Außenbereich (Wärmeverlustfaktor) geschützt.

Die Anwendung der Windbremse auf Dächern ist nur begründet, wenn man die Wandflächen gegen den Wind schützen will. Der Windschutz für die Wärmedämmung des Dachbereiches und des Dachbodens erfordert vorherige Dacheindeckung, zum Beispiel mit der endgültigen Dacheindeckung. Die Windbremsen werden aus wasserdampfdurchlässigen Stoffen hergestellt. Überwiegend handelt es sich hier um 1-lagige Vliesstoffe. Diese Stoffe weisen extreme Wasserdampfdurchlässigkeit auf und sollten UV-stabilisiert werden. Auf den Dächern und im Dachgeschossbereich sollten sie als Vordeckung keine Anwendung finden, weil sie einen geringe Wasserdichtigkeit ausgedrückt in Druck der Wassersäule haben. Der Einsatz der Windbremse auf dem Dach sollte nur als Windsperre gelten.

In Praxis bedeutet das den Einsatz von Vlies als Haut für Holzwände der Dachkonstruktion, zum Beispiel um die Dachgauben und die Windschutzwände, die die Wärmedämmung im Dachgeschossbereich beinträchtigen können. Es kommt vor, dass der Einsatz der Windbremse als Windschutz für die Mineralwolle, die für die Wärmedämmung im Dachbereich verwendet wird. In diesem Fall ist das Dach üblicherweise aus Vollholzschalung mit Vordeckung. Es sei hier erwähnt, dass die meisten hochdiffusionsoffenen Unterdeck- und Unterspannbahnen auch sich sehr gut als Windbremsen bewähren. Wegen dem komplizierten Bau der Dachmembranen und dem Widerstand gegen den Druck der Wassersäule sollten die typischen Windbremsen (1-lagiger Vlies) nicht als Vordeckung im Dachbereich verwendet werden.


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